Spitzenforschung in der Dissertation
Der 1. Preis für Dissertationen wurde in diesem Jahr ex aequo an Dijana Simić und Nikol Stopić vergeben.
Dijana Simić erhielt den Preis für ihre Dissertation, in der sie analysiert, wie intime Beziehungen in der bosnisch-herzegowinischen Prosa nach 2000 dargestellt werden und wie diese Darstellungen gesellschaftliche Transformationsprozesse anstoßen können.
Nikol Stopić überzeugte die Jury mit ihrer Arbeit zur Rolle sprachlicher Rahmungen und forensischer Linguistik im Gerichtssaal. Ihre Dissertation zeigt eindrucksvoll, wie diskursive Strategien die Wahrnehmung von Zeugenaussagen und die Konstruktion von Wahrheit im juristischen Kontext beeinflussen.
Innovative Masterarbeiten
Auch bei den Masterarbeiten wurden zwei 1. Preise ex aequo vergeben: Kathrin Hirsch und Paloma Ana Puljić überzeugten mit innovativen Ansätzen und methodischer Vielfalt.
Kathrin Hirsch widmete sich in ihrer Abschlussarbeit dem Konzept der Atmosphäre in literarischen Texten und Paloma Puljić wurde für ihre Masterarbeit ausgezeichnet, in der sie die ethischen und praktischen Herausforderungen des Einsatzes von Nudges in der Klimapolitik untersucht.
Finn Markart erhielt den 2. Preis für seine Masterarbeit, in der er anhand des Videospiels „Keep Talking and Nobody Explodes“ den Einfluss kommunikativer Videospiele auf die mündliche Englischkompetenz empirisch untersuchte. Saskia Terbrüggen wurde mit dem 3. Preis geehrt; sie analysiert in ihrer Masterarbeit die mediale Darstellung weiblicher Handlungsmacht im Rechtsterrorismus am Beispiel von Beate Zschäpe und beleuchtet dabei die Verschränkung von Geschlecht, Rechtsextremismus und migrantischen Perspektiven.
Die Fakultät gratuliert allen Preisträger:innen herzlich und freut sich, mit dem GEWI-Preis einen Beitrag zur Förderung von jungen Forschungstalenten zu leisten. Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen, wie Nachwuchswissenschaftler:innen mit innovativen Fragestellungen und Methoden die geisteswissenschaftliche Forschung bereichern.