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Mittwoch, 07.01.2026

Von Humanoiden, Robotern und menschenähnlichen Maschinen

digitales Auge ©Barbara Reiter

Was ist ein künstlicher Mensch? Welche Rolle spielen Imagination und Fiktion von künstlich hergestellten Menschen für das menschliche Selbstverständnis vor allem vor dem Hintergrund des zunehmenden Einsatzes von Humanoiden in unserer Lebenswelt?

Diesen und weiteren Fragen ist eine jüngst erschienene Publikation gewidmet.

Barbara Reiter (Institut für Philosophie) und Anne-Kathrin Reulecke (Institut für Germanistik) sind die Herausgeber:innen des Sammelbands Imaginationen künstlicher Menschen: Interdisziplinäre Perspektiven auf zeitgenössische Romane und Filme. Autor:innen aus den Disziplinen Germanistik, Medienwissenschaft, Philosophie und Soziologie analysieren Figurationen und Narrative der Human-Robot-Interaktion in Romanen und Filmen. 

Die Beiträge:

  • Barbara Reiter, Anne-Kathrin Reulecke: Drei Thesen zu Imaginationen künstlicher Menschen. Eine Einleitung
  • Christian Sinn: Rekursionen. Künstliche Menschen im wissenschaftsgeschichtlichen Kontext des 19. Jahrhunderts (Babbage, Lovelace)
  • Leonard Nadolny: „Die Maschine beginnt zu berichten, als sei sie das Menschlichste überhaupt.“ Willensfreiheit als Als-Ob-Erzählung in Martina Clavadetschers “Die Erfindung des Ungehorsams”
  • Martin Hennig: Die Cyborg: Gender-Imaginationen im KI-Film
  • Anne Burkhardt: Von der technischen Erweiterung des Menschen zur menschlichen Erweiterung der Technik. Hierarchie, Extraktion und Ausbeutung in "Sleep Dealer" (Alex Rivera, 2008)
  • Kim Luther: Thinking Outside and Inside a (Black)Box. Narrative Strategien in Kazuo Ishiguros “Klara and the Sun”
  • Finja Zemke: „Ich spiele hier Theater“. Der Maschinenmensch als Metapher des Fremden in uns selbst am Beispiel von Maria Schraders Verfilmung "Ich bin dein Mensch" (2021)
  • Justus Pötzsch: Menschwerdung als Technogenesis. Julia Ducournaus "Titane" (2021) als posthumanes Plädoyer fluider Körpergrenzen jenseits etablierter Mensch/Maschinen-Dichotomien

Die Publikation wurde auf der Verlagswebsite Graz University Library Publishing im Open Access veröffentlicht und steht als PDF zum kostenfreien Download bereit, in Kürze kann die Publikation auch über uniKAT als gedrucktes Exemplar entlehnt werden.

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