Mit dem GEWI-Preis setzt die Fakultät ein Zeichen für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die Sichtbarkeit exzellenter Abschlussarbeiten. Die prämierten Arbeiten zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig und relevant geisteswissenschaftliche Forschung sein kann – von Literatur und Gender Studies über forensische Linguistik bis hin zu Klimaethik und Fremdsprachendidaktik.
In der Kategorie Dissertationen wurden zwei Arbeiten ex aequo mit dem 1. Preis ausgezeichnet:
- Dijana Simić überzeugte mit ihrer gender-orientierten Analyse der bosnisch-herzegowinischen Prosa der Neuen Empfindsamkeit nach 2000. Ihre Dissertation „Intimität und (Gegen-)Öffentlichkeit“ zeigt, wie Literatur marginalisierte Perspektiven sichtbar macht und gesellschaftliche Transformationen anstoßen kann.
- Nikol Stopić erhielt den Preis für die Arbeit „Once upon a crime…“, in der sie die Rolle von Quoting Frames und Intertextualität in Gerichtsverfahren untersucht. Ihre Analyse verdeutlicht, wie sprachliche Rahmungen die Wahrnehmung von Zeugenaussagen und Urteilsbildung beeinflussen.
In der Kategorie Masterarbeiten wurden ebenfalls zwei Arbeiten ex aequo mit dem 1. Preis ausgezeichnet:
- Kathrin Hirsch entwickelte in ihrer Arbeit „Atmosphäre lesen“ ein methodisches Instrument zur Analyse literarischer Atmosphären am Beispiel von Elfriede Jelinek und eröffnete damit neue Perspektiven für die Literaturwissenschaft.
- Paloma Ana Puljić beschäftigte sich mit „Behavioural Influence in Climate Policy“ und beleuchtete die ethischen Dimensionen und praktischen Herausforderungen von Nudges zur Förderung klimafreundlichen Verhaltens.
Platz 2 und 3 ergingen an:
- Finn Markart (2. Preis Masterarbeiten) untersuchte in „Levelling Up Language Skills“ die Effekte kommunikativer Videospiele auf die englische Sprachkompetenz, Motivation und Wahrnehmung von Lernenden.
- Saskia Terbrüggen (3. Preis Masterarbeiten) analysierte in ihrer Arbeit „Frauen, Macht, Medialer Diskurs“ die Konstruktion weiblicher Agency im Rechtsterrorismus in Deutschland am Beispiel von Beate Zschäpe.
Ein besonderer Dank gilt den Betreuer:innen, die die Studierenden und Promovierenden auf ihrem Weg begleitet und unterstützt haben. Die Anwesenheit der Familien der Preisträger:innen unterstrich die persönliche Bedeutung dieses Erfolgs und sorgte für eine besonders wertschätzende Atmosphäre.
Mehr über die diesjährigen Preisträger:innen kann man hier erfahren.