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Montag, 14.10.2024

Ausgezeichnete Erinnerung: Staatspreis für Uni-Graz-Projekt

Gruppenfoto der Träger:innen des Staatspreises Geschichte innovativ mit den Urkunden und Minister Martin Polaschek ©Klimpt_Sabine

Für einen kritischen Blick auf die Geschichte und innovative Ideen gegen das Vergessen zeichnete Minister Martin Polaschek Gerald Lamprecht vom Centrum für Jüdische Studien und sein Team Victoria Kumar (OeAD), Grit Oelschlegel (Akademie der Bildenden Künste) sowie Sebastian Schiller-Stoff (Uni Graz, Institut für Digitale Geisteswissenschaften; v. r.) aus. Foto: BMBWF/Sabine Klimpt

Gerald Lamprecht und sein Forschungsteam wurde für das Projekt "Digitale Erinnerungslandschaft Österreich" mit dem Österreichischen Staatspreis für Geschichtswissenschaften in der Kategorie "Geschichte innovativ" ausgezeichnet.

Es gibt kaum noch Zeitzeug:innen, die über die Gräueltaten des NS-Regimes berichten können. Damit dieses dunkle Kapitel in der Geschichte nicht zunehmend in Vergessenheit gerät, hat Gerald Lamprecht mit seinem Team vom Centrum für Jüdische Studien, mit digitalen Geisteswissenschaftler:innen und Geschichtsdidaktiker:innen in Kooperaton mit dem OeAD eine "Digitale Erinnerungslandschaft" für Österreich realisiert: eine digitale Landkarte, auf der Erinnerungsorte und -zeichen für Opfer des NS-Terrors eingetragen sind. "Wir wollen damit eine zeitgemäße kritische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus ermöglichen", berichtet Lamprecht. Konkrete Vermittlungsangebote für Jugendliche fördern die kritische Auseinandersetzung mit der Zeit. Bildungsminister Martin Polaschek zeichnete die Forscher:innen dafür mit dem Österreichischen Staatspreis für Geschichtswissenschaften aus: "Der Preis verdeutlicht, dass wissenschaftliche Erkenntnisse in die Mitte der Gesellschaft gehören, damit sie einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung aktueller Herausforderungen und zur Stärkung des Vertrauens in Wissenschaft und Demokratie leisten können", argumentierte er.

Erstellt von Dagmar Eklaude

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