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Montag, 02.03.2026

Wie verändern Tech-Konzerne die Demokratie? Uni Graz gestaltet Ausstellung für Schulen

Astrid Kury, Portrait ©Karin Lernbeiß

Astrid Kury ist Kuratorin der Ausstellung, die von der Uni Graz in Kooperation mit der Akademie Graz und der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendphilosophie für Schulen konzipiert wurde. Foto: Karin Lernbeiß

Gefilterte Informationen, Verschwörungstheorien, Fake News – über soziale Medien und Algorithmen versuchen bestimmte Gruppen und Konzerne die öffentliche Meinung in ihrem Sinne zu beeinflussen. Ihr Ziel: Grundrechte und Meinungsvielfalt zu schwächen und Macht zu übernehmen. In einer neuen Ausstellung widmen sich Forscher:innen der Uni Graz gemeinsam mit Schüler:innen den Auswirkungen von sozialen Medien und KI auf die Demokratie. In begleitenden Workshops wollen die Wissenschaftler:innen die jungen Menschen anregen, eigene Vorstellungen von einer sozial und ökologisch lebenswerten Zukunft zu entwerfen und diese aktiv mitzugestalten. Eröffnet wird die als Wanderausstellung für Schulen konzipierte Schau am 9. März 2026 im Gymnasium Dreihackengasse Graz.


Auftrag der Demokratie ist es, Menschenwürde, Meinungsfreiheit, Rechtssicherheit und freie Wahlen zu schützen, sowie Bildung und Teilhabe für alle möglich zu machen. Diese Werte haben dazu geführt, dass sich die Demokratie als Staatsform in vielen Teile der Welt durchgesetzt hat. Doch heute ist sie zunehmend in Gefahr. Welche Rolle digitale Technologien dabei spielen, thematisiert eine neue Ausstellung, die speziell für Schulen gestaltet wurde. Darin zeigen die Politikwissenschaftlerin Katrin Praprotnik, die Soziologinnen Juliane Jarke und Pia Grumeth-Zechner, die Informatikerin Jana Lasser sowie die Philosoph:innen Julian F. Müller und Daniela G. Camhy, wie sie sich mit ihrer Forschung für Demokratie und eine von sozialer Verantwortung und Vielfalt geprägte Gesellschaft einsetzen. Darüber hinaus laden sie die Schüler:innen in Workshops ein, darüber nachzudenken, in welcher Welt sie zukünftig leben wollen und was sie tun können, damit ihre Wünsche Wirklichkeit werden.

„Digitale Technologien können Demokratie gefährden. Angesichts von Manipulation und Polarisierung braucht es neue Handlungsräume, wie sie die Forschung der Universität Graz eröffnet. Damit zeigt die Ausstellung Möglichkeiten und Wege in eine positive Zukunft auf. Für mich ist eindrucksvoll, dass die Imagination im gemeinsamen Ausdenken von Zukunftsbildern großes Gewicht bekommt“, sagt Astrid Kury, Leiterin der Akademie Graz und Kuratorin der Ausstellung.

„Als größte Forschungs- und Bildungseinrichtung der Steiermark bringt sich die Universität Graz aktiv in die Gestaltung der Zukunft ein. Dazu gehört, im Dialog mit der Gesellschaft Antworten auf neue Herausforderungen zu finden. Schulen sind dabei wichtige Partner. Mit der aktuellen Ausstellung wollen wir gemeinsam junge Menschen für die Demokratie begeistern“, betont Markus Fallenböck, Vizerektor der Universität Graz, die Bedeutung des Projekts. 

Unsere Demokratie hat's nicht leicht! 
Eine Ausstellung der Universität Graz, Akademie Graz und der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendphilosophie
in Kooperation mit den Grazer Schulen BG/BRG/MG Dreihackengasse, Medien HAK, AHS Reininghaus und BG/BRG Klusemannstraße

Eröffnung:
Montag, 9. März 2026, 10 Uhr
Karl-Böhm-Saal der BG/BRG Dreihackengasse, Graz
Ausstellungsdauer bis 27. März 2026

Weitere Stationen: 
Medien HAK Graz: April/Mai 2026
AHS Reininghaus: Oktober 2026
BG/BRG Klusemannstraße: November/Dezember 2026

Erstellt von Gudrun Pichler

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