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Internationale Konferenz: „Con il signor prencipe per il mio scolare“ – Schüler, Mäzene, Drucker und die Violinkultur im Europa des 18. Jahrhunderts
Das 18. Jahrhundert war eine Zeit des Wandels für die europäische Violinkultur, in der das Zusammenspiel von Pädagogik, Mäzenatentum und Musikverlagswesen neue Formen der Musikpraxis und des musikalischen Wissens hervorbrachte. Die Tagung untersucht die Lehrmethoden und das Repertoire in einem Jahrhundert, in dem „Violinschulen“ zunehmend Anerkennung fanden und institutionalisiert wurden, und beleuchtet, wie das soziale und politische Klima die Musikausbildung, die Karrieren von Violinist*innen und die Rolle von Mäzen*innen bei der Förderung musikalischer Talente sowie die Verbreitung von Musik und Musikschaffenden beeinflusste. Die Mobilität der Geiger*innen und die von ihnen geschaffenen Netzwerke werden ebenso analysiert wie die Rolle der Verleger*innen bei der Gestaltung des Musikmarktes, wobei ein Gleichgewicht zwischen lokalen Traditionen und den Anforderungen eines zunehmend internationalen Repertoires hergestellt wurde. Durch die Zusammenführung von Wissenschaftler*innen verschiedener Disziplinen möchte diese Konferenz neue Perspektiven auf das Erbe der europäischen Geigenschulen des 18. Jahrhunderts und ihren Platz in der umfassenderen Geschichte der Musikkultur eröffnen.
Zum Programm
Während der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, die vom Archivio Musicale Luca Moretti kuratierte Ausstellung „Violindidaktik im 18. Jahrhundert“ mit Drucken des 18. Jahrhunderts zu besuchen. Am 19. Mai um 18 Uhr findet ein Konzert zum Thema „Violine und Traverso in Tartinis Europa. Violinistische Reminiszenzen im Flötenrepertoire des 18. Jahrhunderts“ mit Stefano Bet (Flöte) und Lukas Frank (Cembalo) statt. Am Mittwoch, dem 20. Mai, gestaltet das Ensemble gamma.ut mit Susanne Scholz um 19 Uhr einen Rezital „Di questo appoggio così leggero...“. Die Kunst des Einzelbogens bei Tartini und anderen italienischen Komponisten“.
Wissenschaftliches Team
Agnese Pavanello, Cristina Scuderi, Gesa zur Nieden