Kompetenter mit KI
Automatisierte Übersetzungsprogramme können das Zusammenleben erleichtern, ist Boban Arsenijevic überzeugt. Der Professor für Slawische Sprachwissenschaft ist Experte für Computerlinguistik und arbeitet daran, die Kompetenzen von Absolvent:innen zu verbessern.
„Selbst kostenlose KI-Systeme erleichtern den Zugang zu Informationen, weil sie Inhalte in verschiedenste Sprachen übersetzen können. Zudem sind sie immer verfügbar und außerdem viel schneller und effizienter als Menschen“, fasst Boban Arsenijevic zusammen.
Der Forscher arbeitet selbst daran, solchen automatisierten Tools das richtige Reden beizubringen (siehe UNIZEIT 1/2020). Er sieht in der Maschine einen großen Mehrwert: „Die künstliche Intelligenz ist in der Lage, große Datenmengen zu analysieren, Muster zu extrahieren und datengestützte Vorhersagen zu treffen. Damit bereichert sie die Mehrsprachigkeit in einer Weise, die wir Menschen so nicht schaffen würden.“
Der Slawist trainiert aber nicht nur Maschinen, die zeitgemäße Ausbildung seiner Studierenden ist ihm ein ebenso großes Anliegen. Und dabei hebt er den hohen Stellenwert von Problemlösungskompetenz, kritischem Denken, Datenanalyse und Managementkompetenzen hervor.
Zum Unizeit-Artikel (2024)
Ist gleich gerecht?
Der Rechtspopulismus entwirft sie als Ideal: eine Gesellschaft, in der alle dieselben Wertvorstellungen und Normen haben, nach denen sie beurteilen, was richtig und was falsch ist. Wo das „Normale“ das Maß aller Dinge ist und Personen mit „anderen“ Bedürfnissen und Wünschen keinen Platz haben. Aber wie verträgt sich dieser Entwurf mit dem Grundsatz, dass alle Menschen gleichen Wert haben, gleiche Rechte genießen und dieselben Ansprüche stellen dürfen? Ein Gedankenexperiment mit dem Philosophen Elias Moser.
Zum Unizeit-Artikel (2023)
Namenlose antike Texte als vielversprechende Quellen
„Die Rezeption antiker Werke sehen wir durch eine stark verengte Linse. Es ist das erhalten, was vor allem in den kaiserzeitlichen und spätantiken Schulen weitergegeben und in den Schreibstuben mittelalterlicher Klöster abgeschrieben wurde“, so Markus Hafner. Das sei aber nur ein schmaler Ausschnitt der Wirklichkeit, der vor allem die patriarchalisch dominiert Gesellschaft berücksichtige.
Hafer beschäftigt sich im Rahmen eines Projekts, für das er kürzlich einen prestigeträchtigen Starting Grant des European Research Council erhalten hat, mit anonymen Texten wie etwa Graffiti, Sinnsprüchen und Witzen. Diese spiegeln die Diversität und Buntheit der Antike wider und geben bislang ungehörten Stimmen Raum.
Zum Unizeit-Artikel (2023)