Humans conceptualise and use feelings for cultural maintenance, deploying language to label them. Humans vary in how they cognize, label, and describe feelings. Cross-linguistically, conventional descriptions of feelings make explicit reference to the body. However, there is variation in how people talk about feelings with somatic referents, giving rise to various lingua-cultural ethno-theories. Drawing on variations in the form and meaning of “feelings-in-the-body” talk, I argue that different organizing principles are employed in categorizing feelings. WEIRD groups segregate and categorize feelings into “emotions”, “sensations”, “intuition” and “cognition”. Others integrate all bodily and cognitively based feelings into one category. Some linguacultures lack labels for the domain. Through a conceptual semantic analysis of “feelings talk” involving the “heart” cross-linguistically, I show that such talk involves different semiotic projections of the body which are not just metaphorical figurations.
Keywords: feelings in the heart, conventional body images, encoding idioms, emotion ethnotheories, cultural semantics, grammatical semantics
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Menschen konzeptualisieren und nutzen Gefühle zur Aufrechterhaltung ihrer Kultur und verwenden Sprache, um sie zu benennen. Menschen unterscheiden sich darin, wie sie Gefühle wahrnehmen, benennen und beschreiben. Sprachübergreifend beziehen sich konventionelle Beschreibungen von Gefühlen ausdrücklich auf den Körper. Es gibt jedoch Unterschiede darin, wie Menschen mit somatischen Referenzen über Gefühle sprechen, was zu verschiedenen sprachkulturellen Ethnotheorien führt. Ausgehend von den Unterschieden in Form und Bedeutung der Sprache über „Gefühle im Körper” argumentiere ich, dass bei der Kategorisierung von Gefühlen unterschiedliche Ordnungsprinzipien zum Einsatz kommen. WEIRD-Gruppen trennen und kategorisieren Gefühle in „Emotionen”, „Empfindungen”, „Intuition” und „Kognition”. Andere integrieren alle körperlichen und kognitiven Gefühle in einer Kategorie. Einigen Sprachkulturen fehlen Bezeichnungen für diesen Bereich. Durch eine konzeptuelle semantische Analyse des „Gefühlsgesprächs” unter Einbeziehung des „Herzens” in verschiedenen Sprachen zeige ich, dass ein solches Gespräch unterschiedliche semiotische Projektionen des Körpers beinhaltet, die nicht nur metaphorische Figuren sind.
Keywords: Gefühle im Herzen, konventionelle Körperbilder, kodierende Redewendungen, Emotions-Ethnotheorien, kulturelle Semantik, grammatikalische Semantik