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Wie anziehend kann ein Minnesänger sein?

Die Steirischen Literaturpfade des Mittelalters machen Geschichte lebendig

Das kulturelle Erbe des Mittelalters den Menschen von heute näherbringen, das ist die Leidenschaft von Wernfried und Andrea Hofmeister vom Institut für Germanistik der Universität Graz. Eines ihrer größten Projekte sind die „Steirischen Literaturpfade des Mittelalters“: An acht Schauplätzen, wo einst bedeutende mittelalterliche Texte entstanden oder gesammelt wurden, wird diese Literatur mit 3D-Objekten in Szene gesetzt, um sie zum Gesprächsthema für die Erfahrungen und Gefühle der Gegenwart zu machen. Für ihre besonderen Verdienste für gelebte Geschichte wurden Wernfried und Andrea Hofmeister nun im Rahmen des Wettbewerbs Zukunftsgemeinde Steiermark geehrt. Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, sein Stellvertreter Michael Schickhofer und der Präsident des Steirischen Volksbildungswerkes, Franz Majcen, überreichten die Auszeichnung am 6. November 2018 in der Aula der Alten Universität in Graz.

Für die Auszeichnung vorgeschlagen wurden die GermanistInnen von der Marktgemeinde Unzmarkt-Frauenburg, wo der Ulrich-von-Liechtenstein-Pfad an sechs Stationen, vom Marktplatz bis zum Fuße der Frauenburg, über das Leben und Wirken des berühmten Minnesängers erzählt.
Gemeinsam mit der Burgruine Frauenburg, der Lieblingsburg des Ulrich von Liechtenstein, ist der Literaturpfad eine wichtige touristische Attraktion für die Gemeinde. Dank des Engagements von Wernfried und Andrea Hofmeister sowie des Universitätsvereins „Steirische Literaturpfade des Mittelalters“ finden immer wieder Aktivitäten an den Standorten statt. Auch Unterrichtsmaterial wurde entwickelt und den Schulen zur Verfügung gestellt.

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