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Mag. Helena Wiener

Institut für Romanistik
Forschungsprojekt: Jazz-Beats, Rumba-Rhythmen und Hip-Hop-Sounds in frankophoner schwarzafrikanischer Literatur: Musik zur Sprache gebracht
Betreuerin: Ao.Univ.-Prof. Mag. Dr.phil. Astrid Poier-Bernhard
Projektdauer: 2.10.2019–1.10.2021

Jazz-Beats, Rumba-Rhythmen und Hip-Hop-Sounds in frankophoner schwarzafrikanischer Literatur: Musik zur Sprache gebracht
Die aus dem Kamerun stammende Autorin Léonora Miano sowie die im Kongo geborenen Sprachkünstler Fiston Mwanza Mujila, Alain Mabanckou und Wilfried N‘ Sondé teilen nicht nur die Leidenschaft für die Literatur, sondern auch die Liebe zur Musik. Sie bauen Brücken zwischen dem Medium der Sprache und dem der Musik, zwischen mündlicher und schriftlicher Literatur, zwischen Vergangenheit und Gegenwart und zwischen afrikanischer und westlicher Tradition. Vor dem Hintergrund von Rolf Kloepfers Annahme einer „sympraktischen“ Textenergie, Gernot Böhmes Begriff der Atmosphäre sowie von Konzepten aus Werner Wolfs Intermedialitätstheorie orientiere ich mich in meinem Dissertationsprojekt an folgenden Fragen: Inwiefern prägen Rhythmik, Metrik und Aufbau von Jazz, Hip-Hop und der Rumba congolaise den Aufbau und die Wirkung ausgewählter Romane der oben genannten Schriftsteller? Wie tragen die intermedialen Bezüge zu diesen in der afrikanischen Tradition verankerten Musikrichtungen zur Ästhetik der Texte bei? Wo finden sich die Momente des Zusammenspiels, wo jene der Improvisation und der Soli? Welchen Anteil hat die intermedial angelegte ästhetische Dimension bei der Generierung von Bedeutung? Wie sind also ästhetische und semantische Dimension der Texte jeweils zu synthetisieren?
Mein Ziel ist es, das akustische Erlebnis dieser musikästhetisch inspirierten, emotional geladenen und multisensuellen Werke zu beschreiben und zu zeigen, wie diese Sprachkünstler literarische und musikalische Gattungsgrenzen zu erweitern vermögen. Bedeutungen und Effekte der unterschiedlichen musikästhetischen literarischen Strategien sollen in Auseinandersetzung mit den einzelnen in den Romanen entfalteten Mimesis- und Diskurspraktiken reflektiert werden.
Schlüsselbegriffe: Intermedialität, Musikästhetik, Atmosphäre, Emotion, musikliterarisches Schreiben, Sympraxis

Kontakt

Dekanat der Geisteswissenschaftlichen Fakultät
Universitätsplatz 3, Parterre, 8010 Graz

Web:gewi.uni-graz.at

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