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Antonia Veitschegger, MA MA

Institut für Philosophie
Projekttitel: Kunst begegnen. Eine phänomenologische Betrachtung der Erfahrung, Vermittlung und Bewertung von Kunst 
Betreuerin: Univ.-Prof. Mag. Dr.phil. Sonja Rinofner
Projektdauer: 1.12.2020–30.11.2022

Zentraler Untersuchungsgegenstand meiner Dissertation ist die Kunsterfahrung. Ich verstehe sie als spezifische und komplexe Art der Erfahrung, die sich von anderen Arten der Erfahrung (wie Wahrnehmung, Emotion, Kognition, Imagination etc.) unterscheiden lässt. Außerdem soll ihre nichtsdestotrotz enge Beziehung zu anderen Arten der Erfahrung analysiert werden.  Nicht nur nimmt Kunst unterschiedliche und oft subtile Formen an, auch unsere Verhaltensweisen im Kontext der Kunstrezeption sind vielfältig und wandelbar. In meiner Dissertation möchte ich die These verteidigen, dass es dennoch eine wesentliche Konstante der Kunsterfahrung gibt: eine besondere Art der Bezugnahme. In der genuinen Kunsterfahrung nehmen wir eine besondere Einstellung den Objekten unserer Erfahrung gegenüber ein. In dieser Einstellung schreiben wir Objekten unserer Erfahrung besondere (ästhetische bzw. künstlerische) Eigenschaften zu. Wir interpretieren und fragen nach Bedeutung und dahinterliegenden Intentionen. Wir identifizieren künstlerische Mittel und bewerten die Objekte anhand besonderer Maßstäbe. Für eine detaillierte Beschreibung der spezifischen „Kunst-Einstellung” möchte ich in meiner Dissertation daher eine Analyse dieser und weiterführender Aspekte anstellen. In der zeitgenössischen Kunstpraxis arbeitet insbesondere die Berufssparte der Kunstvermittlung mit den unterschiedlichen Bezugnahmen von Menschen zu Kunst. Ihre wesentlichen Ziele sind dabei die Ermöglichung, Begleitung und Förderung von genuiner Kunsterfahrung. Dabei macht sie sich die Vielfältigkeit des menschlichen Erfahrungsschatzes zunutze. Spontane Reaktionen, persönliche Assoziationen, Emotionen, moralische Bewertungen etc., die ein Kunstwerk auszulösen vermag, werden kommuniziert und reflektiert. Das ebnet den Weg zur genuinen Kunsterfahrung. In meiner Dissertation möchte ich die philosophischen Grundlagen hierfür beleuchten. Um bisherige Theorien der ästhetischen Einstellung in dieser Hinsicht weiter ausdifferenzieren, wähle ich einen phänomenologischen Zugang, mit dem Ziel einer beschreibenden Analyse der wesentlichen Strukturmerkmale von Kunsterfahrung. 

Kontakt

Dekanat der Geisteswissenschaftlichen Fakultät
Universitätsplatz 3, Parterre, 8010 Graz

Web:gewi.uni-graz.at

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