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Mag.phil. Levente Horváth

Institut für Archäologie

Forschungsprojekt: Die Entstehung und Entwicklung von Zentren in Graz und seinem Umland im Mittelalter

Betreuer: A.o.Univ.-Prof. Mag.phil. Dr.phil. Manfred Lehner

Projektdauer: 3.10.2016–2.10.2019

In der Dissertation wird die mittelalterliche Siedlungsentwicklung von Graz im Wege einer auf der Zentralitätstheorie beruhenden Hypothesenbildung untersucht, wobei auch das Umland Beachtung findet, da eine Siedlung nur im Kontext ihres Umfeldes verstanden werden kann. Dabei wird sowohl der Frage nachgegangen wo die ältesten Siedlungskerne zu finden sind, als auch wo funktionale Zentren (Markt, Pfarrkirche, Herrschaftszentren, etc.) lagen. Beachtet wird in weiterer Folge wie diese Zentren untereinander räumlich und zeitlich verflochten waren, wie sie strukturiert waren und wie sie sich entwickeln. Im Anschluss an diese Untersuchungen werden die Ergebnisse mit allgemeinen Tendenzen in der mitteleuropäischen Stadtentwicklung verglichen, um festzustellen welche Phänomene in Graz üblichen Prozessen folgen und wo die Eigenheiten in der Entwicklung und Struktur liegen.  

Zu der Entwicklung von Graz gibt es zwar schon eine Fülle an Literatur, die grundlegenden Forschungen, die auch die aktuellen Publikationen zur Stadtgeschichte prägen, liegen aber schon mehrere Jahrzehnte zurück und konzentrierten sich in erster Linie auf die schriftlichen Quellen. Die Dissertation legt ihren Fokus aber verstärkt auf archäologische Quellen und führt nicht nur bisherige archäologische Forschungen zusammen, sondern wertet auch noch nicht publizierte Ergebnisse der Grabungen am Grazer Hauptplatz (2001/2002) aus. Die Einbeziehung von archäologischen Quellen erlaubt zudem vertiefende Überlegungen in die früheste mittelalterliche Siedlungsentwicklung, sprich zu einer Zeit in der uns schriftliche Quellen noch bescheidenere Erkenntnismöglichkeiten bieten. Im Sinne einer historischen Archäologie sollen aber auch Schriftquellen, sowie die Ergebnisse der Geschichtswissenschaft bearbeitet und rezipiert werden.

Durch die Zusammenführung unterschiedlicher Quellengattungen und den Fokus auf ein polyzentrisches Siedlungsmodell soll die bisherige Stadtgeschichte nicht nur um neue Aspekte bereichert werden, sondern es können alte Vorstellungen aufgeweicht werden um Raum für weiterführende und neue Forschungen zu schaffen.  

 

 

 

Kontakt

Geisteswissenschaftliche Fakultät der Karl-Franzens-Universität Graz
Universitätsplatz 3, Parterre, 8010 Graz
Dekan Univ.-Prof. Dr.phil. Michael Walter Telefon:+43 (0)316 380 - 8018
Fax:+43 (0)316 380 - 9700

Web:gewi.uni-graz.at

Forschungs-management und -service

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